08/2022 „Am Kurpark“ in Villingen-Schwenningen: Aktueller Bautenstand

08/2022 „Am Kurpark“ in Villingen-Schwenningen: Aktueller Bautenstand

Im September 2021 haben wir bereits von unserem Projekt „Am Kurpark“ an der Peterzeller Straße des baden-württembergischen Villingen-Schwenningen berichtet. Bis zur geplanten Fertigstellung im Sommer 2023 entstehen dort für den Fonds „ZBI Union Wohnen Plus“ vier Mehrfamilienhäuser im KfW-55-Effizienzhausstandard mit insgesamt 7.531 Quadratmeter Wohnfläche. Die geplanten 102 Wohneinheiten setzen sich aus 87 frei finanzierten Wohnungen mit insgesamt rd. 6.500 Quadratmeter und 15 geförderten Wohnungen mit rd. 1.000 Quadratmeter Wohnfläche zusammen. Das fertige Wohnensemble wird außerdem über fast 100 Tiefgaragen- und etwa 50 Außenstellplätze verfügen. Der Baubeginn erfolgte im Juli 2021.

Seit unserer letzten Berichterstattung hat sich auf der Baustelle einiges getan: Inzwischen ist der Rohbau schon zu 70 Prozent abgeschlossen und die Häuser 3 und 4 sind bereits fertiggestellt. Auch die Dachabdichtungsarbeiten des Hauses 4 sind mittlerweile beendet. Im Juli wurden diese per Ultraschall auf Dichtigkeit geprüft. Mit der Qualität und der Geschwindigkeit der Dachabdichtungsarbeiten sind wir zufrieden. An den Häusern 1 und 2 laufen derzeit noch die Rohbauarbeiten. Zugleich sind in den Häusern 2, 3 und 4 die Fertignasszellen, die ungefähr die Hälfte der Bäder ausmachen, bereits eingebracht und an die Fallstränge angeschlossen worden. Hierbei handelt es sich um massive Fertignasszellen aus Beton, die schon im Rohbau, vor dem Betonieren der Decken, eingebracht werden müssen. Diese Fertignasszellen sind im Inneren bereits komplett ausgebaut und montiert bis zum letzten Handtuchhalter. Zum Schutz der Ausstattung sind sie mit Bautüren verschlossen und dürfen bis kurz vor der Inbetriebnahme der Sanitär- und Heizungsanlagen nicht mehr betreten werden.

Zweifelsohne ist diese Baustelle ein gutes Beispiel für schnelles und effektives serielles Bauen. Dies bedarf jedoch eines hohen Präzisionsgrads in der Ausführungsplanung und in der Fertigteilplanung der unterschiedlichen Elementhersteller, denn alle angelieferten Teile müssen auf der Baustelle exakt ineinanderpassen. Zusätzlich sind große Lagerflächen für die vielen Fertigteile notwendig, die bei dieser Baustelle auskömmlich vorhanden sind. Der hohe Planungsaufwand am Anfang hat zwar einen zögerlichen Baustart verursacht, macht sich nun allerdings in der Geschwindigkeit des Rohbaus bezahlt.

Dank verschiedener Fertigteile konnte ein leichter Verzug am Anfang wieder aufgeholt werden. Dazu gehören Stahlbeton-Vollfertigteile bei allen Balkonen und bei den Arkadengängen der Sicherheitstreppenhäuser, Stahlbeton-Halbfertigteile (sogenannte Hohl- oder Filigranwände) bei einem Großteil der Stahlbetonwände, Filigrandecken bei allen Decken der Wohngeschosse und in der Garage, großformatiges Mauerwerk bei tragenden Innen- und Außenwänden sowie die erwähnten Fertignasszellen.

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